Flexfolien
Das Basis-Werkzeug jeder Textil-Veredelung – Plotten, Weeden, Pressen und ein Motiv sitzt dauerhaft auf Shirt, Hoodie oder Cap
44 Flexfolien-Rollen von etablierten Herstellern wie Stahls und Poli-Flex – PU-, PVC- und Flock-Basis, glatte oder samtige Oberfläche, Standardfarben, Metallic und Reflex. Für Werbetechnik, Vereinsjugend-Namensdruck, Startup-Merch und Berufsschulen.
Sortiment entdeckenVom Rollenmeter zum fertigen Vereins-Shirt
Flexfoliei ist das Basis-Werkzeug der Textil-Veredelung: einfarbige PVC- oder Polyurethan-Folie in Rollen, die Sie per Schneideplotter zu Buchstaben, Zahlen und Logos konturschneiden und anschließend per Textilpresse bei 140 bis 160 Grad auf Shirts, Hoodies, Caps und Sporttaschen übertragen. Zwischen Plotten und Pressen liegt das Weeden – das Ausrupfen der Zwischenräume mit einer feinen Pinzette, das jedem Werbetechnik-Betrieb im Blut steckt. Der Prozess ist etabliert, planbar und liefert bei sauberer Vorbereitung Ergebnisse, die 40°-Wäschen dutzendfach überstehen. In diesem Guide erklären wir, welche Folie zu welcher Anwendung passt (PU für Textil, PVCi für Preisgestützte Serien, Flock für den samtigen Vereinsschriftzug, Reflex und Metallic für Sicherheits- und Statement-Anwendungen), welche Marken den Markt prägen und mit welchen Filtern Sie am schnellsten zur passenden Rolle kommen. Zielgruppen sind Werbetechnik- und Digitaldruck-Betriebe, Textil-Veredler, Vereinsjugend-Ausrüster, Startup-Merch-Manufakturen, Berufsschulen für Werbetechnik und Kleinserien-Print-Shops.
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6 Flexfolien, die Sie kennen sollten
Handverlesene Highlights aus unserem Sortiment – für unterschiedliche Ansprüche und Budgets.
Vereins-Referenz
Stahls CAD-CUT Premium Plus Flexfolie
Die 60-Grad-waschbare PU-Standardfolie von Stahls – der Referenz-Griff für Vereins-Namensdrucke, Trikot-Nummerierung und Corporate-Team-Wear. Dünn, dehnbar, sauber zu plotten und mit langer Wasch-Standfestigkeit für mehrere Saisons.
Italien-Klassiker
Poli-Flex Turbo Transferfolie 60°C
Die europäische Alternative zu Stahls Premium Plus – italienische PU-Folie mit riesiger Farbauswahl, 60-Grad-Waschfreigabe und schnellem Pressablauf. Erste Wahl für Werbetechnik-Betriebe mit hohem Durchsatz und farbstarken Corporate-CIs.
Sport-Spezialist
Stahls CAD-CUT SportsFilm Flexfolie
Speziell für elastische Sport-Textilien mit Elasthan-Anteil entwickelt – dünne, hoch-dehnbare PU-Folie, die die Textildehnung von Trikots und Sportshirts ohne Rissbildung dauerhaft mitträgt. 60-Grad-waschbar und für Vereins-Namensdruck auf Fußball-Trikots die verlässlichste Wahl.
Samtiger Retro-Klassiker
Stahls CAD-CUT Flock Flexfolie
Beflockte Oberfläche mit samtiger Haptik – die klassische Vereins-Schriftzug-Folie mit sichtbarer Textur und hoher Deckkraft. Rollenbreite 100 x 50 cm, in klassischen Vereinsfarben und für alles, was hochwertig und retro wirken soll.
Sicherheits-Reflex
Poli-Flex Reflexfolie 3M Silber 0,16 mm
Reflektierende PU-Folie mit 3M-Glasperlen-Beschichtung – für Feuerwehr-Zusatzstreifen, Warnwesten-Individualisierung und Rettungsdienst-Kennzeichnung. Bei Anstrahlung silbern reflektierend, mit dünner 0,16-mm-Materialstärke gut zu pressen.
Sublimations-Sperre
Stahls CAD-CUT Premium Plus Sublistop
PU-Folie mit integrierter Sperrschicht gegen das Durchbluten von Sublimationsfarben – die Standardfolie für Namensdrucke auf Sublimations-Trikots und Polyester-Sportshirts. Ohne Sublistop wird der weiße Namensdruck bei roten Trikots rosa – mit Sublistop bleibt Weiß dauerhaft Weiß.
Was Sie mit unseren Flexfolien machen können
Von Bandmerch bis Corporate Identity – das richtige Modell ist die Basis für tausend Ideen.
Vereinstrikots mit Namen und Nummer
Der Kern-Anwendungsfall im Vereinsjugend-Ausrüster-Alltag: Fußball-Trikot mit Rückenname und Nummer, individuell pro Spieler. Für Trikots mit Elasthan-Anteil greifen wir zur SA150 SportsFilm – dehnbar bis zur Textilgrenze, saubere Kanten und 60-Grad-waschbar für die komplette Saison. Zahlen-Sets in Standardgrößen einmal einrichten, dann nur noch die Namen individuell nachplotten.
Corporate-Polos und Team-Ausstattung
Für Corporate-Team-Wear mit gestickter Anmutung, ohne die Stickerei-Kosten: Polos oder T-Shirts mit dezentem Firmenlogo auf der Brust in Firmenfarbe. Die SA100 Premium Plus liefert die Referenz-PU-Haptik, hält 60-Grad-Wäsche aus und wirkt bei matter Oberfläche fast wie gestickt – ideal für gemischt genutzte Merch-Bestände zwischen Handwerk und Vertriebsteam.
Feuerwehr und Rettungsdienst
Für Feuerwehr-Zusatzstreifen, Rettungsdienst-Kennzeichnung und Warnwesten-Individualisierung ist reflektierendes Material Pflicht. Die PT200N Poli-Flex Reflex mit 3M-Glasperlen-Beschichtung reflektiert bei Anstrahlung silbern zurück und ist mit 0,16 mm Materialstärke gut zu pressen – die Standard-Wahl für Sicherheits-Anwendungen mit Foliendruck.
Fanshop und Bühnen-Merch
Für Bandshirts, Fanshop-Sonder-Editionen und Statement-Merch mit hohem Blickfangwert: Glitter-, Metallic- oder Hologrammfolien. Die SA200 Glitter Flexfoliei bringt den nötigen visuellen Effekt, hebt den wahrgenommenen Wert deutlich über einen Standard-Print und ist als 40 cm Rolle günstig für kleinere Sonder-Auflagen ohne Rollen-Verschnitt.
Sportshirt- und Trikot-Sublimation
Für Namensdrucke auf Sublimations-Trikots und farbig sublimierten Polyester-Sportshirts ist Sublistop Pflicht – sonst blutet die Trikot-Grundfarbe in den weißen Namensdruck. Die SA300 Premium Plus Sublistop blockiert das Durchbluten sauber und liefert nach zwei bis drei Wäschen einen dauerhaft farbstabilen Namensdruck auch auf leuchtend roten oder blauen Trikots.
Retro-Vereinsschriftzüge in Flock
Für klassische Vereinsschriftzüge auf Sweatshirts, College-Jacken und Retro-Fan-Kollektionen: Flock-Folie mit samtiger Haptik statt glatter Standard-Flex. Die SA350 Stahls Flock in 100 x 50 cm Rolle liefert die typische Wildleder-Anmutung und hebt den Schriftzug haptisch spürbar vom Umfeld ab – der Klassiker für alle Anwendungen mit gehobenem Retro-Anspruch.
Was die Flexfolien-Eigenschaften wirklich bedeuten
Damit Sie zwischen 44 Rollen fundiert entscheiden können: Hier erklären wir die wichtigsten Produkteigenschaften ausführlich – mit Bedeutung, Anwendungsfeldern und Kauf-Tipps aus der Praxis.
Basismaterial (PU vs. PVC)
Polyurethan oder PVC – der Kern jeder Flexfolie
Das Basismaterial bestimmt Dehnbarkeit, Griff, Waschbeständigkeit und Preis. Polyurethani (PU) ist der neuere, hochwertigere Standard: dünn, dehnbar, weich, atmungsaktivi und komfortabel auf dem Textil. PVCi ist der klassische, preisgünstigere Werkstoff: etwas steifer, weniger dehnbar, aber sehr deckend und robust. Für Serien-Merch, Vereins-Ausstattungen und Trikots ist PU heute erste Wahl – für Preisserien und Kurzeinsätze bleibt PVC eine solide Option.
Oberfläche (Flex, Flock, Flash, Effekt)
Glatt, samtig oder metallic – die Haptik entscheidet
Die Oberfläche prägt die Wahrnehmung: FLEX ist die glatte, satinierte oder matt-textile Standardoberfläche, die zu 80 Prozent aller Aufträge passt. FLOCK ist samtig-plüschig, ähnelt echtem Filzi und veredelt Vereinsschriftzüge, klassische Namensdrucke und alles, was 'wertig' wirken soll. FLASH umfasst Metallic-, Glitter-, Hologramm- und Reflex-Effekte – Statement-Folien für Fanshops, Sicherheitskleidung und Streetwear.
Presstemperatur & Presszeit
140–160 °C bei 15–20 Sekunden
Jede Folie bringt ihr eigenes Datenblatt mit – aber die Grundgröße für PU-Textilfolien liegt zwischen 140 und 160 Grad bei 15 bis 20 Sekunden Presszeit und mittlerem Anpressdruck. Zu heiß oder zu lange gepresst zieht die Folie ein, verliert Glanz und riskiert Trägerfolien-Verschmelzung. Zu kalt oder zu kurz gepresst bleibt die Klebeschicht nicht dauerhaft haften – der Print löst sich bei der ersten 40°-Wäsche.
Waschbeständigkeit
40°C, 60°C oder Industriewäsche
Waschbeständigkeit ist die harte Währung im Textil-Veredler-Alltag: Vereins-Trikots müssen zehn Saisons überleben, Corporate-Polos wöchentliche 60-Grad-Wäsche und Kochjacken zusätzlich Industriewäsche mit chemischer Belastung. Die meisten PU-Standardfolien sind für 40 bis 60 Grad freigegeben, Premium-Serien wie Stahls Premium Plus und Poli-Flex Turbo halten 60 Grad und mehrfache Trocknerdurchgänge aus. Industrie-Wäsche (Kochwäsche 90+) verlangt spezielle Folien mit Klebstoffen für höhere Temperaturen.
Dehnbarkeit & Textil-Kompatibilität
Für elastische Sport- und Funktionstextilien
Sportshirts, Trikots, Softshells und Sport-BHs enthalten Elasthan- oder Nylon-Anteile und dehnen sich beim Tragen und Waschen deutlich stärker als reine Baumwoll-Shirts. Standard-Flexfolien reißen dabei irgendwann – nur dünne, hoch-dehnbare PU-Folien mit Elasthan-Verträglichkeit halten die Textildehnung dauerhaft mit. Für Trikots und Sportshirts unbedingt entsprechend gekennzeichnete Folien wählen (SportsFilm, Turbo, Nylon-Flex).
Sechs Wege zur richtigen Flexfolie
Ob Vereinsjugend-Ausrüster, Werbetechnik-Betrieb oder Startup-Merch-Manufaktur – hier sind die kuratierten Kombinationen aus Basismaterial, Oberfläche und Waschbeständigkeit, die im B2B-Alltag funktionieren.
Vereins-Trikot-Namensdruck
Dehnbare PU-Folie mit expliziter Elasthan-Freigabe, 60-Grad-waschbar und mit langer Wasch-Standfestigkeit für die komplette Vereinssaison. Zahlen-Sets einmalig einrichten, Namen individuell nachplotten. Die verlässlichste Basis für Vereinsjugend-Ausrüster.
Corporate-Merch mit Firmenlogo
Matt-satinierte PU-Folie in Firmenfarbe, dezente Optik ähnlich Stickerei, 60-Grad-waschbar für gewerbliche Nutzung. Bevorzugt Referenz-Marken wie Stahls und Poli-Flex – konsistente Farb-Wiedergabe über Nachbestellungen ist im Corporate-Umfeld kritisch.
Warnkleidung und Reflex
3M-Reflex-Folien mit Glasperlen-Beschichtung, dünn genug zum Verarbeiten und mit ausreichender Reflexionsleistung für Straßenverkehrs-Sichtbarkeit. Pflicht für alle Sicherheits-Kennzeichnungen mit Foliendruck – Datenblatt-Freigabe für den Einsatzzweck prüfen.
Fanshop und Statement-Merch
Effekt-Folien mit hohem Blickfangwert – Glitter für den klassischen Bühnen-Look, Metallic für den Premium-Auftritt, Hologramm für den Bandshirts-Statement. Deutlich teurer pro Meter als Standard-Flex, dafür visueller Wow-Effekt und wahrgenommener Wert weit über Standarddruck.
Retro-Schriftzüge und Vereinswappen in Flock
Flock-Folien mit beflocktem Faserflor für die klassische Wildleder- oder Filz-Anmutung. Deutlich dicker als Standard-Flex, mit sichtbarer Textur und hoher Deckkraft. Erste Wahl für Vereinsschriftzüge auf Sweatshirts, College-Jacken und Retro-Merch-Kollektionen.
Sublimations-Trikots mit Namensdruck
Sublistop-Folien mit integrierter Sperrschicht blockieren das Wandern der Trikot-Grundfarbe in den aufgepressten Namensdruck. Ohne Sublistop wird Weiß auf rotem Trikot nach zwei Wäschen rosa – mit Sublistop bleibt der Namensdruck dauerhaft farbstabil.
Die fünf wichtigsten Flexfolien-Marken
Fünf Hersteller decken den Grossteil des Sortiments ab – von der US-Referenz Stahls über den europäischen Volumen-Player Poli-Flex bis zu Spezialisten für Flock, Transferträger und preisgünstige Alternativen. Hier ist, wofür jede Marke steht.
Stahls
Der amerikanische Marktführer für Flexfolien – wurde in den USA zur Standard-Referenz für Sportverein-Namensdrucke und ist seit Jahrzehnten der Griff für Werbetechnik-Betriebe weltweit. CAD-CUT- und CAD-COLOR-Serien decken das komplette Anwendungsspektrum von Standard-PU über Flock, Sublistop, Reflex, Glitter, Hologramm bis Silikon und Glow-in-the-Dark. Premium-Preisniveau, dafür verlässliche Wasch-Standfestigkeit und konsistente Farbwiedergabe über Chargen hinweg.
Poli-Flex
Europäischer Hersteller aus dem Poli-Tape-Verbund – die europäische Alternative zu Stahls mit riesiger Farbauswahl, schnellem Pressablauf und stabilen Lieferketten. Die Poli-Flex Turbo-Serie ist bei vielen Werbetechnik-Betrieben der Alltagsgriff für Corporate-Merch und Vereinsdruck. Zusätzlich Spezialfolien wie Poli-Flex Reflex, Turbo Print (bedruckbar) und Ultimate Print Nylon für Softshell und Funktionstextilien.
Poli-Tape-Sub-Marke mit Spezialisierung auf beflockte Folien – Solvent-Flock zum eigenen Bedrucken und Subli-Flock für Sublimations-Übertragung auf Polyester. Ergänzt das Standard-Sortiment um samtige Faserflor-Anwendungen für gehobene Vereinsschriftzüge und Retro-Merch. Deutlich dicker verarbeitet als Standard-Flex, mit typischer Wildleder-Anmutung.
Poli-Tape-Sub-Marke für Transferträger und Übertragungsfolien – nicht Selbstprint, sondern Trägermaterial für den Aufbau mehrschichtiger Layer-Prints und für die saubere Übertragung von Klebeschriften. Standardlösung für Werbetechnik-Betriebe, die mit Poli-Flex-Folien in mehreren Farb- und Effekt-Layern arbeiten.
L-Flex
Preisgünstige Flexfolien-Marke mit fokussiertem Sortiment – Standard-PU-Folie mit matter Oberfläche und ausdrücklicher 80-Grad-Waschbeständigkeit sowie eine Nylon-Variante für Softshell und Funktionstextilien. Für Betriebe, die kein Premium-Segment bedienen müssen und einen soliden Grundstock ohne Markenaufpreis suchen.
Flexfolien sind produktneutral – Anwendung entscheidet
Anders als bei Textilien selbst gibt es bei Flexfolien keine Damen-, Herren- oder Unisex-Aufteilung – die Folie ist immer identisch, unabhängig davon, wer das damit veredelte Kleidungsstück später trägt. Entscheidend ist die Anwendung.
Unisex
Produktneutrale Textil-Veredelung
Alle 44 Flexfolien im Sortiment sind produktneutral einsetzbar – sie werden nicht getragen, sondern mit einer Textilpresse auf T-Shirts, Hoodies, Trikots, Caps und Sporttaschen übertragen. Damit spielt Geschlecht der Endträger für die Folie selbst keine Rolle. Entscheidend ist die Kombination aus Basismaterial (PU/PVCi/Flock), Oberfläche (glatt/samtig/metallic), Waschbeständigkeit und Textil-Kompatibilität.
- 44 Rollen für alle Textilarten und Zielgruppen
- Werkzeug für Werbetechnik und Textil-Veredler
- Auswahl nach Anwendung – nicht nach Geschlecht
Welcher Stoff, welcher Schnitt?
Nicht jedes Material und nicht jeder Schnitt passt zu jedem Projekt. Hier finden Sie die richtige Kombination.
Polyurethan (PU)
Mit 20 Modellen im Sortiment die dominante Materialbasis für Flexfolien – aus gutem Grund: PU-Folien sind dünn, dehnbar, weich und legen sich um jede Textilfaser. Der Tragekomfort ist deutlich höher als bei PVCi, die Wasch-Standfestigkeit liegt bei Premium-PU-Serien bei 60 Grad und mehreren Trocknerdurchgängen. Erste Wahl für Vereins-Trikots, Corporate-Team-Wear und alles, was mehrere Saisons dauerhaft am Textil haften soll. Marken wie Stahls (CAD-CUT Premium Plus, SportsFilm) und Poli-Flex (Turbo-Serie) sind die Referenz.
PVC-Basis
PVC-Flexfolien sind etwas steifer und weniger dehnbar als PU, dafür sehr deckend und preisgünstig pro Rollenmeter. Der klassische Werbetechnik-Werkstoff für Kurzeinsätze, Aktionsware, Give-away-Shirts und Merch-Auflagen mit begrenztem Waschzyklus. Auf glatten Baumwollstoffen einwandfrei zu verarbeiten und mit hoher Deckkraft. Für dauerhaft belastete Vereins- und Corporate-Textilien empfehlen wir dennoch den Griff zu PU – für einmalige Aktionsware ist PVCi die wirtschaftlich richtige Wahl.
Flock (Faserflor)
Flock-Folien haben eine beflockte Oberfläche aus dichtem Faserflor – die Optik und Haptik ähnelt Wildleder oder Filzi. Deutlich dicker als Standard-Flex, mit sichtbarer Textur und hoher Deckkraft. Klassische Anwendung sind Vereinsschriftzüge auf Sweatshirts, College-Jacken und Retro-Merch-Kollektionen, für die der samtige Haptik-Eindruck wichtig ist. Poli-Tape Flock und Stahls CAD-CUT Flock decken das Segment ab; Solvent-Flock ist zusätzlich individuell bedruckbar.
Effekt-Folien (Reflex, Metallic, Glitter)
Effekt-Folien decken alle Spezial-Anwendungen ab, in denen die Standard-PU-Optik nicht reicht: 3M-Reflex für Warnkleidung und Feuerwehr, Metallic und Glitter für Fanshop-Sonder-Editionen und Bühnen-Merch, Hologramm für Streetwear-Statement, Glow-in-the-Dark für Sicherheits- und Event-Anwendungen. Deutlich teurer pro Rollenmeter als Standard-Flex, dafür unschlagbar für ihre spezifischen Einsatzzwecke. Stahls Disco (Hologramm) und Poli-Flex Luminous (Glow) sind die etablierten Vertreter.
Verantwortung tragen
Bio-Baumwolle, Fairtrade, recycelte Materialien: Nachhaltigkeit ist bei uns Standard.
PU-Folien lösen zunehmend PVCi ab – dünner, dehnbarer und ohne die problematischen Weichmacher-Diskussionen des klassischen PVC-Werkstoffs
Premium-PU-Folien von Stahls und Poli-Flex halten 60-Grad-Wäschen und mehrere Trocknerdurchgänge aus – lange Lebensdauer statt Kurzzeit-Merch
Alle Standard-PU-Folien sind für Baumwoll- und Baumwoll-Mix-Textilien optimiert – die häufigste Kombination im Vereinsjugend- und Corporate-Merch
Waschempfehlung: konsequent ohne Weichspüler – schützt die Klebeschicht und verlängert die Print-Lebensdauer im Vereins- und Corporate-Alltag
Alles über Flexfolien
Flexfoliei ist eine dünne, glatte bis satiniert-matte PU- oder PVC-Folie mit textiler Oberfläche – der Standard für Namensdrucke, Nummern und Logos auf Trikots, Shirts und Hoodies. Flockfolie ist ein beflockter Faserflor, der die Optik und Haptik von Wildleder oder Filzi nachbildet – deutlich dicker, samtiger und mit sichtbarer Textur. Flock ist die richtige Wahl für Vereinsschriftzüge, klassische Rückennummern und alles, was hochwertig und retro wirken soll; Flex ist die praktische Standardlösung für die 80 Prozent des Alltags. Beide Materialien werden nach dem gleichen Prinzip verarbeitet (plotten, weeden, pressen), Flock braucht aber tendenziell etwas mehr Presszeit und Wärme.
Der Standardbereich für PU-Textilfolien liegt bei 140 bis 160 Grad Celsius bei 15 bis 20 Sekunden Presszeit und mittlerem Anpressdruck. Flock benötigt tendenziell 150 bis 160 Grad bei 15 bis 20 Sekunden, Reflex- und Metallic-Folien meist 160 Grad bei 20 Sekunden, Sublistop-Folien für Sublimations-Textilien häufig 160 Grad bei 20 bis 25 Sekunden. Verbindlich sind immer die Herstellerangaben im Datenblatt zur jeweiligen Rolle. Vor jeder neuen Charge empfehlen wir einen Testpress auf einem Reststück – zu heiß oder zu lange gepresst zieht die Folie ein und verliert Glanz, zu kalt oder zu kurz gepresst löst sich der Print bei der ersten Wäsche.
Beim Plotten wird die Folie mit dem Trägerfilm nach unten in den Schneideplotter eingelegt und mit einem Konturschnitt bearbeitet – so wird nur die Folienschicht durchtrennt, der Trägerfilm bleibt intakt. Vor dem Schnitt bitte immer den Andruck und die Schnitttiefe an einem Reststück testen, damit weder zu tief (durchschneiden) noch zu flach (folge Weeden unmöglich) geschnitten wird. Beim Weeden entfernen Sie mit einer feinen Pinzette oder einem Weedhaken die überflüssigen Zwischenräume zwischen den Buchstaben und Konturen – bei filigranen Motiven eine geduldige Handarbeit, bei einfachen Rückennummern in Sekunden erledigt. Danach wird die Folie mit dem Trägerfilm nach oben auf das Textil gelegt und gepresst. Nach dem Pressen die Trägerfolie je nach Datenblatt warm (Hot Peel) oder kalt (Cold Peel) abziehen.
Sport-Trikots enthalten typischerweise 5 bis 20 Prozent Elasthani oder ähnliche elastische Fasern und dehnen sich beim Tragen und Waschen deutlich stärker als reine Baumwoll-Shirts. Standard-Flexfolien halten diese Textildehnung nicht dauerhaft mit und reißen an den Kanten. Für Trikots und Sport-Shirts unbedingt speziell dehnbare PU-Folien wählen – bewährte Optionen sind Stahls CAD-CUT SportsFilm, Poli-Flex Turbo und dünne Polyurethan-Folien mit ausdrücklicher Elasthan-Freigabe im Datenblatt. Für Nylon-basierte Sport-Softshells und wasserabweisende Membranen zusätzlich auf Nylon-Flex-Kompatibilität achten – L-Flex T500 und Poli-Flex Ultimate Print Nyloni sind hier die Referenz.
Sublistop-Folien blockieren das Durchbluten von Sublimationsfarben aus dem Textil in die Flexfoliei. Das Problem tritt bei allen Polyester-Textilien mit Sublimationsdrucki auf – klassisch Trikots, Sportshirts und Merchandising-Polos: unter Presswärme wird die Sublimationsfarbe wieder gasförmig, wandert in die aufgepresste Standard-Flexfolie und färbt sie ein. Aus dem geplanten weißen Namensdruck auf rotem Sublimations-Trikot wird ein rosafarbener Namensdruck. Sublistop-Folien enthalten eine Sperrschicht, die diesen Vorgang blockiert – Standardvertreter sind Stahls CAD-CUT Premium Plus Sublistop, Stahls SuperTek Sublistop und die Poli-Flex Sublistop-Serie. Presszeit ist tendenziell länger (20 bis 25 Sekunden bei 160 Grad), damit die Sperrschicht komplett aktiviert wird.
PU-Premium-Folien wie Stahls CAD-CUT Premium Plus oder Poli-Flex Turbo überstehen bei ordnungsgemäßer Verarbeitung in der Regel 30 bis 50 Wäschen bei 40 bis 60 Grad ohne sichtbare Ablösung – deutlich mehr als eine typische Vereinssaison. Voraussetzung sind die korrekten Presswerte laut Datenblatt, sauberes Weeden ohne Beschädigung der Klebeschicht und Waschung ohne Weichspüler. Textilien vor der Wäsche auf links drehen schützt den Print vor mechanischem Abrieb. Für gewerbliche Berufskleidungi mit hoher Wasch-Frequenz und höheren Temperaturen (80 Grad und mehr) empfehlen wir speziell freigegebene Folien wie L-Flex T100 oder vergleichbare Industrie-Folien. Für Kochwäsche ab 90 Grad und chemische Belastung müssen die Datenblätter der Rolle explizit die Freigabe ausweisen.
Ja – aber nur mit Sublistop-Folien, die das Durchbluten der Sublimationsfarbe blockieren (siehe eigene FAQ). Auf dunklen Sportshirts ohne Sublimation reicht in der Regel eine Standard-PU-Folie in ausreichender Deckkraft; hier bewährt sich Stahls CAD-CUT Premium Plus in Weiß als deckender Untergrund für farbige Zweit-Layer. Bei dunklen Sublimationsshirts (schwarz oder anthrazit gefärbtes Polyesteri) reicht selbst Sublistop nicht immer – dann empfehlen wir einen Vorabtest auf einem Reststück, damit Sie nicht eine komplette Trikot-Auflage riskieren. Für filigrane Motive auf dunklen Textilien mit gemischten Anforderungen sind zwei-lagige Layer-Aufbauten aus weißem Untergrund und farbigem Motivlayer die zuverlässigste Lösung.
Flexfolien werden meist in Rollen zu 500 mm Breite und 1, 5 oder 10 Metern Länge geliefert – je nach Hersteller und Farbe. Für einen typischen Vereinsnamen mit 20 cm Breite und 5 cm Höhe brauchen Sie inklusive Weeding-Reserve etwa 10 x 25 cm pro Textil, also 250 Quadratzentimeter. Aus einer 1-Meter-Rolle 500 mm bekommen Sie damit rund 20 Vereinsnamen – vorausgesetzt, Sie plotten wirtschaftlich in Reihen und lassen möglichst wenig Verschnitt. Für Nummerierungen empfiehlt sich ein einheitliches Zahlenset (0-9) pro Farbe, das Sie nach Verbrauch nachbestellen können. Bei Farben mit geringer Nachfrage lieber kürzere Rollen (1 oder 5 Meter) wählen – längere Rollen mit selten genutzten Farben binden Lagerkapital und werden im Laufe der Zeit im Kleber weniger reaktiv.
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