Polyphenylensulfid (PPS-Faser)
Auch bekannt als: PPS, PPS-Faser, Ryton (Marke), Torcon (Marke)
Hochleistungs-Chemiefaser mit außergewöhnlicher Chemikalien- und Temperaturbeständigkeit bis rund 190 °C Dauergebrauch.
Beschreibung
Polyphenylensulfid (PPS) ist ein teilkristalliner Hochleistungs-Thermoplast, aus dem gesponnene Fasern (Markennamen z. B. Ryton®, Torcon®, Procon®) mit außergewöhnlicher chemischer und thermischer Beständigkeit hergestellt werden. PPS-Fasern übersteht Dauerkontakt mit Säuren und Basen praktisch aller Konzentrationen sowie Temperaturen bis rund 190 °C dauerhaft und kurzfristig bis 220 °C. Der Schmelzpunkt liegt bei etwa 285 °C, die Faser ist inhärent flammhemmend (LOI ca. 34).
Anwendung fast ausschließlich technisch: Filtermedien in Kohlekraftwerks-Rauchgas- und Zementwerks-Entstaubung, Nassfilzen in der Papierindustrie, Isolationsgewebe, Elektrolyse-Membranen. Im Bekleidungsbereich taucht PPS als Hitzeschutz-Innenlage in Feuerwehr- und Industrie-Schutzkleidung auf sowie in Filter-Overalls für Zement- und Chemie-Arbeit. Wegen des sehr eingegrenzten Zivilmarktes ist PPS für Consumer-Ware kaum sichtbar.
- Dauergebrauchstemperatur: bis ca. 190 °C
- Schmelzpunkt: ca. 285 °C
- LOI: ca. 34 (schwer entflammbar)
- Chemisch nahezu inert (Säuren, Basen)
Eigenschaften
| Dauer-Einsatztemperatur | bis ca. 190 °C |
|---|---|
| Schmelzpunkt | ca. 285 °C |
| LOI | ca. 34 (schwer entflammbar) |
| Chemikalienbeständigkeit | sehr hoch, Säuren + Basen |
| Handelsnamen | Ryton, Torcon, Procon |
| Anwendung | Filter-Overalls, Feuerschutz-Innenlagen |
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Quellen & Referenzen
1- Wikipedia: Polyphenylene sulfide Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://en.wikipedia.org/wiki/Polyphenylene_sulfide