Abacá (Manilahanf)
Auch bekannt als: Manila-Hanf, Musa textilis, Manila-Faser
Extrem reißfeste Blattscheidenfaser aus der philippinischen Faserbanane Musa textilis — klassisch für Schiffstauwerk, heute auch Papier und Bio-Verbundstoffe.
Beschreibung
Abacá stammt aus den Blattscheiden der Faserbanane Musa textilis, die auf den Philippinen und in geringerem Umfang in Ecuador und Costa Rica angebaut wird. Da die Faser lange Zeit über Manila verschifft wurde, bürgerte sich der Name „Manilahanf" ein — botanisch verwandt ist Abacá aber mit der Banane, nicht mit Hanf.
Die bis zu drei Meter langen Fasern gelten als eine der stärksten Naturfasern der Welt und sind besonders salzwasserbeständig. Bis in die 1930er Jahre bildete Abacá das Tauwerk der Handels- und Kriegsmarinen. Heute steckt der Rohstoff in Teebeuteln, Filterpapier, Banknoten (u. a. Japan-Yen), Zigarettenpapier, Unterboden-Verkleidungen der Mercedes-Benz A-Klasse (seit 2004 serienmäßig) sowie in Web- und Flechttaschen aus fair gehandelter Produktion.
- Reißfestigkeit deutlich über der von Sisal
- Salzwasser- und mikrobenresistent
- Wichtig für Spezialpapiere und Bio-Verbundstoffe
- Trotz Namens keine Hanf-, sondern Bananenfaser
Eigenschaften
| Faserart | Naturfaser (pflanzlich, Blattscheidenfaser) |
|---|---|
| Herkunft | Philippinen (85 %), Ecuador, Costa Rica |
| Reißfestigkeit | Sehr hoch, salzwasserbeständig |
| Anwendung | Tauwerk, Teebeutel, Banknoten, Bio-Verbundstoffe, Web-Taschen |
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Quellen & Referenzen
1- Wikipedia: Abacá Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://en.wikipedia.org/wiki/Abac%C3%A1