Angorawolle (technische Eigenschaften)
Auch bekannt als: Kaninchenhaar, Angorahaar, Rabbit hair
Ultrafeine Hohlfaser vom Angorakaninchen — nur 11–13 μm, achtmal wärmer als Schafwolle, aber ethisch kontrovers.
Beschreibung
Angorawolle stammt vom Angorakaninchen (nicht zu verwechseln mit Mohair von der Angoraziege). Die Faser ist mit 11–13 µm eine der feinsten tierischen Textilfasern überhaupt — feiner als Merinowolle (17–24 µm) und Kaschmir (14–19 µm). Ihre Hohlstruktur (Medulla) speichert Luft und macht Angora bis zu achtmal wärmer als Schafwolle bei nur einem Drittel des Gewichts.
Nachteile: Die Fasern sind mit 3–6 cm sehr kurz und besitzen kaum Kräuselung, daher rutschen sie aus dem Garn und die Kleidung fusselt (haart) stark. Verarbeitet wird Angora fast immer als Blend (typisch 20–40 %) mit Merino oder Nylon. Nach massiver Kritik von Tierschutzorganisationen (PETA-Recherche 2013) haben die meisten großen Modehäuser Angora aus dem Sortiment genommen; heute gibt es zertifizierte Bestände in Deutschland und Frankreich, in denen Kaninchen ausschließlich geschoren statt gerupft werden.
- Faserfeinheit 11–13 µm — außergewöhnlich weich
- Wärmeleistung 6–8× höher als Schafwolle
- Sehr geringe Reißfestigkeit
- Ethik: nur geschorene Ware kaufen, kein Rupfen
Eigenschaften
| Faserfeinheit | 11–13 μm |
|---|---|
| Faserlänge | 3–6 cm (kurz) |
| Wärmeleistung | 6–8× über Schafwolle |
| Herkunft | China (heute ~90 %), Frankreich, Deutschland |
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Quellen & Referenzen
2- Wikipedia: Angorawolle Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://de.wikipedia.org/wiki/Angorawolle
- PETA: Angora-Kaninchen peta.de https://www.peta.de/themen/angora/