Angorawolle
Auch bekannt als: Angorahaar, Kaninchenhaar
Sehr feines, flauschiges Haar des Angorakaninchens — extrem warm, aber ethisch umstritten.
Beschreibung
Angorawolle stammt vom Angorakaninchen (nicht zu verwechseln mit dem Mohair der Angoraziege!). Rund 90 % der Weltproduktion kommen aus China, mit deutlichem Abstand folgen Chile, Argentinien und einige europäische Kleinzüchter. Die Fasern sind mit 10–16 µm extrem fein, hohl und außergewöhnlich leicht — sie isolieren zwei- bis dreimal so stark wie Schafwolle.
Der besondere Griff ist seidig-weich, flauschig und leicht schimmernd. Reine Angora ist schwer zu verspinnen und wird meist mit Merinowolle oder Kaschmir gemischt (20–50 % Anteil). Die klassische Anwendung sind sehr warme Pullover, Handschuhe, Bettschuhe und Ohrenwärmer. 2013 lösten PETA-Aufnahmen aus chinesischen Farmen einen Skandal aus, weil die Haare bei lebenden Tieren ausgerupft wurden — Marken wie H&M, Zara und Esprit haben Angora daraufhin aus dem Sortiment genommen. Zertifikate wie EU-Rex und tiergerechte Kleinzuchten (Auskämmen statt Rupfen) bieten Alternativen.
- Extrem fein (10–16 µm) und hohl — sehr leicht und wärmend
- Schwer alleine verspinnbar — meist als Beimischung
- Tierschutz-kritisch bei Massenproduktion in China
- Deutlich tiergerechter: europäische Kleinzuchten mit Auskämmen
Eigenschaften
| Faserart | Tierhaar (Angorakaninchen, hohl) |
|---|---|
| Herkunft | China (90 %), Chile, Argentinien, Europa |
| Anwendung | Pullover, Handschuhe, Ohrenwärmer, Beimischungen |
| Pflege | Handwäsche kalt, flach trocknen |
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Quellen & Referenzen
1- Wikipedia: Angorawolle Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://de.wikipedia.org/wiki/Angorawolle