Bourette-Seide
Auch bekannt als: Noil-Seide, Kämmlings-Seide, Schappe-Kammabfall
Kurze Restfaser aus dem Kämmen von Schappe-Seide — matt, körnig-noppig, klimaneutraler Zero-Waste-Nebenstrom der Seidenherstellung.
Beschreibung
Bourette-Seide entsteht als Nebenprodukt der Schappe-Seidenherstellung: Nach dem Abhaspeln der Endlosseide bleiben kurze, verfilzte Fasern aus beschädigten Kokons und Kokon-Außenschichten übrig. Diese werden gekämmt (Schappe-Prozess); der Kämmabfall — kurz, unregelmäßig, mit Kokonrückständen — ist Bourette.
Bourette wird wie Baumwolle ringgesponnen und ergibt ein Garn mit charakteristischen Noppen und mattem, leinenähnlichem Griff. Es ist deutlich günstiger als Haspelseide, weniger glänzend und robuster. Klassische Anwendungen: rustikale Sommerhemden, Blazer, Sakkos, Kissenbezüge und leichte Wolldecken. Für Marken wie Marc O'Polo oder Hessnatur beliebt, weil das Material dem Nachhaltigkeitsanspruch (Zero-Waste-Kokon-Verwertung) entgegenkommt.
- Kämmabfall der Schappe-Seide — komplette Kokon-Verwertung
- Matt, noppig, leinenähnlicher Griff
- Deutlich günstiger als Haspel- oder Mulberry-Seide
- Für rustikale Sommermode und Heimtextil
Eigenschaften
| Faserart | Naturfaser (tierisch, Kammabfall Seide) |
|---|---|
| Griff | Matt, körnig, noppig, leinenähnlich |
| Herkunft | China, Indien, Italien |
| Anwendung | Sommerhemden, Sakkos, Kissen, Decken |
| Pflege | Handwäsche oder Wollprogramm ≤ 30 °C |
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Quellen & Referenzen
1- Wikipedia: Noil (silk) Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://en.wikipedia.org/wiki/Noil