Guanako
Auch bekannt als: Guanaco, Wildlama
Wildkameliden Südamerikas mit doppellagigem Fell — Stammform des Lamas, feines Downhair um 14 µm.
Beschreibung
Das Guanako (Lama guanicoe) ist die wildlebende Stammform des domestizierten Lamas und bewohnt die Anden und Steppen Südamerikas bis zu 4.000 m Höhe — vor allem in Argentinien (Patagonien), Chile, Bolivien und Peru. Das Fell ist zweilagig: eine grobe, wetterfeste Deckhaarschicht schützt vor Regen und Schnee; darunter liegt das feine, gekräuselte Down mit rund 14–16 µm, das textil verarbeitet wird.
Vor Ankunft der Spanier lebten geschätzte 50 Millionen Guanakos; heute sind es rund 600.000. Die Wolle gilt als zweitfeinste Naturfaser nach der des Vikunjas und ist ebenfalls streng reguliert. In Argentinien werden lebende Wildtiere gezielt eingefangen, schonend geschoren und wieder freigelassen (ähnlich dem Chaccu). Die Faser wird für exklusive Sakkos, Mäntel, Schals und Decken verwendet — meist von Manufakturen in Italien und der Schweiz.
- Down-Feinheit 14–16 µm — zweitfeinste Naturfaser
- Stammform des Lamas (nicht des Alpakas)
- Ernte durch schonendes Einfangen und Zurücklassen
- Reglementiert wie Vikunja — Zertifikat erforderlich
Eigenschaften
| Faserart | Tierhaar, wildlebender Kameliden (14–16 µm) |
|---|---|
| Herkunft | Argentinien, Chile, Bolivien, Peru |
| Anwendung | Luxusmäntel, Sakkos, Schals, Decken |
| Zertifikate | CITES-Zertifikat für Wildtier-Erzeugnisse |
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Quellen & Referenzen
1- Wikipedia: Guanako Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://de.wikipedia.org/wiki/Guanako