Hanf (Textilfaser im Detail)
Auch bekannt als: Nutzhanf, Cannabis sativa, Bastfaser Hanf
Bastfaser aus dem Stengel von Cannabis sativa — reißfester als Baumwolle, wächst ohne Pestizide und bindet 10–15 t CO₂ pro Hektar.
Beschreibung
Hanf gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und liefert eine der stärksten Naturfasern überhaupt. Die Bastfasern werden aus dem verholzten Stengel von Nutzhanf (Cannabis sativa, THC-Gehalt < 0,3 %) gewonnen. Traditionell werden die Stengel nach der Ernte auf dem Feld tauberöstet (14–28 Tage), moderne Verfahren nutzen Enzymröste oder Ultraschall.
Rohhanf ist rau und steif, wird aber durch Cottonisierung (mechanisch-chemisches Kürzen der Fasern) für Ringspinnmaschinen brauchbar und dabei fast so weich wie Baumwolle. Hanf-Gewebe sind extrem strapazierfähig (2–3× reißfester als Baumwolle), knittern etwas, werden mit jeder Wäsche weicher und haben eine natürliche UV-Schutzwirkung (UPF 20–50). Der EU-Anbau wächst seit 2020 stark und lag 2023 bei rund 33.000 ha.
- Anbau ohne Pestizide und mit sehr geringem Wasserbedarf (300–500 L/kg Faser vs. 10.000 L bei Baumwolle)
- Wurzelsystem lockert Boden und bindet CO₂
- Natürlich antibakteriell und schimmelresistent
- Beste Ergebnisse in Blends mit Bio-Baumwolle oder Tencel
Eigenschaften
| Faserart | Bastfaser, Cellulose ca. 70 % |
|---|---|
| Reißfestigkeit | 2–3× höher als Baumwolle |
| Wasserbedarf | 300–500 L/kg Faser |
| Pflege | Waschbar bis 60 °C, wird weicher mit jeder Wäsche |
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Quellen & Referenzen
2- Wikipedia: Nutzhanf Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://de.wikipedia.org/wiki/Nutzhanf
- European Industrial Hemp Association eiha.org https://eiha.org/