Milchfaser (Casein)
Auch bekannt als: Caseinfaser, Lanital, Merinova, QMilch, Azlon
Regenerierte Proteinfaser aus Milchcasein — seidiger Griff, temperaturausgleichend, aus nicht-lebensmitteltauglicher Restmilch produzierbar.
Beschreibung
Milchfaser wurde 1935 vom Italiener Antonio Ferretti unter dem Namen Lanital patentiert und in Faschisten-Italien als autarker Wollersatz massenhaft eingesetzt. Grundlage ist Casein — das Hauptprotein der Milch — das mit Lauge gelöst, durch Spinndüsen extrudiert und im Säurebad koaguliert wird. Nach dem Zweiten Weltkrieg verschwand die Faser weitgehend, weil billiges Acryl auf den Markt kam.
Seit den 2010er Jahren gibt es eine Renaissance: Die deutsche Firma QMilch stellt aus nicht-lebensmitteltauglicher Restmilch (jährlich Millionen Liter Ausschuss) eine reine Casein-Faser her, die ohne petrochemische Zusätze auskommt. Der Griff erinnert an Kaschmir und Seide, die Faser ist antibakteriell, hautfreundlich und biologisch abbaubar. Anwendungen finden sich vor allem in Öko-Unterwäsche, Baby-Textilien und Wellness-Bademode.
- Regenerierte Proteinfaser (Azlon-Klasse)
- Griff wie Kaschmir/Seide, temperaturausgleichend
- QMilch: aus Restmilch, ohne petrochemische Zusätze
- Antibakteriell, hautfreundlich, biologisch abbaubar
Eigenschaften
| Faserart | Regenerierte Proteinfaser (Azlon) |
|---|---|
| Rohstoff | Casein aus Kuhmilch (nicht lebensmitteltauglich) |
| Griff | Seidig, weich, kaschmirähnlich |
| Eigenschaft | Antibakteriell, biologisch abbaubar |
| Pflege | Wollprogramm, ≤ 30 °C |
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Quellen & Referenzen
1- Wikipedia: Milk fiber Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://en.wikipedia.org/wiki/Milk_fiber