Peace Silk (Ahimsa)
Auch bekannt als: Ahimsa-Seide, Gewaltfreie Seide
Seide, bei der die Falter ausschlüpfen dürfen, bevor der Kokon zu Faser verarbeitet wird.
Beschreibung
Peace Silk oder Ahimsa-Seide (sanskrit ahiṃsā = Gewaltlosigkeit) folgt einem Produktionsprinzip, das der indische Erfinder Kusuma Rajaiah in den 1990er-Jahren populär machte. Anders als bei klassischer Maulbeer- oder Tussahseide werden die Kokons erst geerntet, nachdem die Falter ausgeschlüpft sind — die Puppe wird also nicht abgetötet.
Weil beim Ausschlüpfen der Endlosfaden zerstört wird, muss die Faser wie bei Wildseide versponnen statt abgehaspelt werden. Aus einem Kokon lässt sich nach dem Schlupf nur noch etwa ein Sechstel der ursprünglichen Filamentlänge gewinnen — Peace Silk kostet daher rund das Doppelte konventioneller Seide. Der Griff ist etwas weicher und flauschiger, der Glanz weniger spiegelnd. Die Ethik-Bilanz ist umstritten: Kritiker weisen darauf hin, dass die geschlüpften Falter oft geschwächt sterben und die Klassifizierung nicht einheitlich zertifiziert ist.
- Kein Töten der Puppe im Kokon
- Kürzere Fasern, gesponnen — flauschigerer Griff, weniger Glanz
- Deutlich höherer Preis (ca. 2× konventionelle Seide)
- Ethik-Zertifikate wie Ahimsa Silks (Indien) sichern die Herkunft
Eigenschaften
| Faserart | Seide (gesponnene Schappe, tierisches Protein) |
|---|---|
| Herkunft | Indien (Andhra Pradesh), Thailand |
| Anwendung | Schals, Blusen, Kleider, Yoga-Wear |
| Zertifikate | Ahimsa Silks (Rajaiah), teils GOTS/PETA-approved |
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Quellen & Referenzen
1- Wikipedia: Ahimsa silk Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://en.wikipedia.org/wiki/Ahimsa_silk