Rückgewonnene Baumwolle (Post-Consumer)
Auch bekannt als: Recycled Cotton, Reclaimed Cotton, Post-Consumer-Baumwolle, Sekundärbaumwolle
Aus getragener Kleidung mechanisch rückgewonnene Baumwolle — spart Wasser und Pestizide, wird meist mit Neufasern gemischt.
Beschreibung
Post-Consumer-Baumwolle stammt aus bereits genutzter Kleidung, die eingesammelt, sortiert, in Reißwölfen mechanisch zerfasert und anschließend zu einem neuen Garn versponnen wird. Der Prozess ist deutlich ressourcenschonender als der Anbau frischer Baumwolle — er spart nahezu die gesamte Wasser- und Pestizidmenge und benötigt keine neue Anbaufläche.
Beim mechanischen Recycling werden die Fasern jedoch kürzer und schwächer. Reine Post-Consumer-Garne sind daher selten; typisch sind Mischungen mit 20–50 % rückgewonnener Baumwolle und Neufasern (Bio-Baumwolle, rPET oder Lyocell), um Reißfestigkeit, Optik und Verarbeitbarkeit zu sichern. Nachweise erfolgen über den Global Recycled Standard (GRS) oder Recycled Claim Standard (RCS) mit Massebilanz-Zertifikat der gesamten Lieferkette.
- Deutlich reduzierter Wasser-, Energie- und Pestizidverbrauch
- Meliert wirkender Look, da bei der Sortierung häufig nach Farben getrennt wird — spart den Färbeschritt
- Kürzere Faserlänge → typischerweise als Mix mit Neufasern verarbeitet
- Zertifizierbar nach GRS, RCS oder Textile Exchange
Eigenschaften
| Herkunft | Post-Consumer-Alttextilien (Endverbraucher) |
|---|---|
| Typische Mischung | 20–50 % rückgewonnen mit Neufaser |
| Zertifikate | GRS, RCS, Textile Exchange |
| Anwendung | Basic-Shirts, Sweatstoffe, Denim, Handtücher |
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Quellen & Referenzen
2- Wikipedia: Recycled cotton (English) Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://en.wikipedia.org/wiki/Recycled_cotton
- Global Recycled Standard bei Textile Exchange Textile Exchange https://textileexchange.org/