Sojabohnenfaser (Soy Protein Fiber)
Auch bekannt als: Sojafaser, Soja-Protein-Faser, SPF
Regenerierte Proteinfaser aus dem Sojaöl-Presskuchen — kaschmirweicher Griff, biologisch abbaubar, seit den 1930er-Jahren von Henry Ford entwickelt.
Beschreibung
Die Sojabohnenfaser ist eine regenerierte Proteinfaser (Azlon) aus dem Presskuchen, der bei der Sojaöl- und Tofu-Herstellung anfällt. Aus dem Presskuchen wird Sojaprotein-Isolat gewonnen, in Alkalilauge gelöst und zusammen mit Aldehyden vernetzt, bevor die Lösung durch Spinndüsen in ein Fällbad gepresst und die Filamente gestreckt und fixiert werden.
Historisch entwickelte Henry Ford die Faser bereits in den 1930er Jahren in Dearborn/Michigan — er ließ sich sogar einen Anzug daraus schneidern. Die industrielle Wiederbelebung erfolgte um das Jahr 2000 in China unter der Bezeichnung SSF (Soybean Protein Fiber). Sojafaser wird häufig mit Baumwolle, Wolle oder Lyocell verschnitten, weil sie ähnlich weich wie Kaschmir fällt, Feuchtigkeit aktiv nach außen transportiert und einen leichten UV-Schutz aufweist. Wegen der geringen Reißfestigkeit im Vergleich zu Baumwolle wird sie selten pur, sondern meist in Mischungen (30–70 % Soja-Anteil) für Jerseys, Unterwäsche, T-Shirts und Yoga-Bekleidung eingesetzt.
- Ursprung: Presskuchen aus Sojaöl-/Tofu-Produktion – Kreislaufwirtschaft
- Fasertyp: regenerierte Proteinfaser (Azlon-Familie)
- Griff: kaschmirweich, seidig glänzend, kühl
- Typische Mischung: 30–70 % Soja mit Baumwolle, Wolle oder Lyocell
Eigenschaften
| Faserklasse | Regenerierte Proteinfaser (Azlon) |
|---|---|
| Rohstoffquelle | Presskuchen aus Sojaöl-/Tofu-Produktion |
| Historie | Henry Ford 1930er, industrielle Renaissance ab ca. 2000 in China |
| Anwendung | Jersey, Unterwäsche, T-Shirts, Yoga-Wear (Mischgarn) |
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Quellen & Referenzen
2- Wikipedia: Azlon Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://en.wikipedia.org/wiki/Azlon
- Textile Exchange: Alternative Fibres Textile Exchange https://textileexchange.org/