Atlasbindung
Auch bekannt als: Satinbindung, Satin
Grundbindung mit langen, ungebrochenen Schuss- oder Kettflottierungen für glänzende, glatte Oberflächen.
Beschreibung
Die Atlasbindung ist neben Leinwand- und Köperbindung eine der drei Grundbindungen der Weberei. Kennzeichnend sind lange Flottierungen: Ein Kett- oder Schussfaden überspringt bei jedem Rapport mehrere Gegenfäden (mindestens vier), bevor er wieder abbindet. Die Bindungspunkte liegen weit auseinander und berühren sich nicht, daher entsteht keine sichtbare Köperlinie sondern eine gleichmäßig glänzende Oberfläche.
Die Fadendichte liegt typischerweise sehr hoch (Kette oft 80-140 Fäden/cm), da die Bindung nur mit hohen Dichten stabil ist. Verwendet werden feine, hochgezwirnte Garne aus Seide, Baumwolle (Mercerisierung) oder Filament-Chemiefasern. Der Griff ist glatt, weich und fließend; die Oberfläche wirft Licht gerichtet zurück und erscheint edel.
Typische Einsatzgebiete sind Hemdenstoffe (Baumwollsatin), Futterstoffe, Blusen, Abendbekleidung, Bettwäsche (Mako-Satin) und Krawatten. Der Nachteil sind hängenbleibende Flottierungen die zu Reibfestigkeitsproblemen führen können.
Eigenschaften
| Bindungsart | Atlas (Grundbindung) |
|---|---|
| Fadendichte | 80-140 Kettfäden/cm |
| Griff | Glatt, weich, fließend |
| Verwendung | Hemden, Blusen, Bettwäsche, Krawatten |
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Quellen & Referenzen
2- Wikipedia: Atlasbindung Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://de.wikipedia.org/wiki/Atlasbindung
- Textile Institute textileinstitute.org https://www.textileinstitute.org/