Chintz
Auch bekannt als: Chintzstoff, Glanzchintz
Dicht gewebtes Baumwoll-Leinwandgewebe mit hochglänzender, geschmirgelt-kalandrierter Oberfläche — oft floral bedruckt.
Beschreibung
Chintz ist ein dicht gewebtes Baumwoll-Leinwandgewebe, das durch eine Glanz-Ausrüstung seine charakteristische hochglänzende Oberfläche erhält. Historisch wurde die Oberfläche mit Wachs oder Stärke behandelt und mit heißen Friktionskalandern glattgerieben; heute kommen synthetische Harze (Melamin, Silikon) zum Einsatz, die den Glanz waschbeständig fixieren.
Der Name geht auf das Hindi चीन्ट (chīnṭ, gefleckt, bunt) zurück; die Ursprünge liegen im indischen Gujarat und Bengalen des 16. Jahrhunderts. Über die britische Ostindien-Kompanie kam Chintz im 17. Jahrhundert nach England und löste dort einen wahren Chintz-Boom aus, der zeitweise sogar durch Einfuhrverbote geregelt werden musste.
Fasern fast ausschließlich Baumwolle, Grammaturen 130-260 g/m². Verwendung: klassische Möbelbezüge, Vorhänge, Kissenhüllen, Betthimmel (Home Textiles im englischen Landhausstil) und Blumen-Bedruckungen aller Art. Auch für Sommerkleider und Blusen. Der Glanz nimmt bei häufiger Wäsche allmählich ab.
Eigenschaften
| Bindungsart | Leinwand, dicht + Glanz-Kalander |
|---|---|
| Typische Fasern | Baumwolle |
| Grammatur | 130-260 g/m² |
| Verwendung | Möbel, Vorhänge, Kissen, Sommerkleider |
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Quellen & Referenzen
2- Wikipedia: Chintz Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://de.wikipedia.org/wiki/Chintz
- Textile Institute textileinstitute.org https://www.textileinstitute.org/