Faille
Auch bekannt als: Faillestoff, Grosgrain-Faille
Kreuzripsgewebe mit flachen, breiten Querrippen — weicher und mit größerem Rippenmuster als Grosgrain.
Beschreibung
Faille ist ein feines Kreuzripsgewebe mit flachen, breiten Querrippen. Es entsteht wie klassischer Rips durch dünne Kettfäden, die einen deutlich dickeren Schussfaden umschließen — die Rippen liegen quer zur Kettrichtung und sind breiter und flacher als bei Grosgrain (Ripsband). Faille wirkt weicher, drapierbarer und weniger steif als Grosgrain, hat aber trotzdem einen strukturierten, edlen Charakter.
Klassisch aus Seide (Faille française), heute auch aus Viskose, Baumwolle, Wolle und Polyestermischungen. Grammaturen 120-260 g/m². Der Griff ist glatt und rippenkühl, der Fall etwas schwerer als bei Popeline. Die Franzosen unterscheiden zusätzlich Tissue-Faille (leichter, für Blusen) und Grosgrain-Faille (schwerer, für Röcke und Mäntel).
Verwendung: klassische Damenkostüme (Chanel-Stil), Röcke, Federmäntel, Blusen mit Struktur, Abendmode und historisch der Grundstoff für Redingotes im 19. Jahrhundert. In der Braut- und Konfirmationsmode als Alternative zu Duchesse-Satin.
Eigenschaften
| Bindungsart | Kreuzrips, flache Querrippen |
|---|---|
| Typische Fasern | Seide, Viskose, Baumwolle, Polyester |
| Grammatur | 120-260 g/m² |
| Verwendung | Kostüme, Röcke, Blusen, Abendmode |
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Quellen & Referenzen
2- Wikipedia: Faille Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://en.wikipedia.org/wiki/Faille
- Textile Institute textileinstitute.org https://www.textileinstitute.org/