Fischgrat
Auch bekannt als: Fischgratmuster, Fischgrat-Köper
Zickzack-Köperbindung, bei der die Diagonalrichtung regelmäßig wechselt und ein Grätenmuster ergibt.
Beschreibung
Fischgrat ist eine gebrochene Köperbindung: Der Grundrapport eines Köpers wird nach einer bestimmten Fadenzahl (typisch 8, 12 oder 16 Fäden) gespiegelt, so dass die Diagonallinie ihre Richtung wechselt und ein Grätenmuster entsteht, das an ein Fischskelett erinnert. Es handelt sich um eine Webware — Kett- und Schussfäden kreuzen sich rechtwinklig.
Die Bindung nutzt meist eine Z- und S-Köper-Kombination, oft mit gefachten Garnen für Kontrastwirkung. Fadendichten liegen bei 25-45 Fäden/cm; die Optik ist dezent und dennoch strukturiert. Fischgrat wird traditionell mit Wollgarnen für Anzüge, Sakkos und Mäntel verwendet, in leichteren Qualitäten auch mit Baumwolle für Hemden und Chinos.
Der Griff variiert je nach Faser: wollig-warm bei Streichgarnen, glatt-krispig bei Kammgarnen. Fischgrat gilt als klassisches Herrenanzugmuster (Herringbone Tweed) und ist in Wintermänteln, englischen Tweeds und Business-Sakkos verbreitet. Bei Krawatten und Westen dient es als dezenter Musterträger.
Eigenschaften
| Bindungsart | Gebrochener Köper (Z/S-Wechsel) |
|---|---|
| Fadendichte | 25-45 Fäden/cm |
| Griff | Strukturiert, je nach Garn krispig oder wollig |
| Verwendung | Anzüge, Mäntel, Sakkos |
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Quellen & Referenzen
2- Wikipedia: Fischgrat Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://de.wikipedia.org/wiki/Fischgrat_(Muster)
- Textile Institute textileinstitute.org https://www.textileinstitute.org/