Jacquard
Auch bekannt als: Jacquardgewebe
Auf Jacquardmaschine gewebter oder gestrickter Stoff, bei dem jeder Kettfaden einzeln gehoben wird — erlaubt komplexe Bildmuster.
Beschreibung
Jacquard bezeichnet keine bestimmte Bindungsart, sondern ein Herstellungsverfahren, bei dem auf einer Jacquardmaschine (erfunden von Joseph-Marie Jacquard, 1804) jeder Kettfaden individuell gehoben oder gesenkt werden kann. Dadurch lassen sich beliebig komplexe Muster — von Damast über Brokat bis zu figurativen Bildern — direkt ins Gewebe einweben, ohne Druck.
Man unterscheidet Web-Jacquard (Webware, klassischer Damast, Brokat, Krawattenseide) und Strick-Jacquard (Strickware, farbige Wechsel-Musterung). Web-Jacquard nutzt oft Kombinationen aus Atlas-, Köper- und Leinwandflächen für Kontrast (Damast: matter Grund, glänzendes Muster). Fadendichten liegen hoch (60-140/cm) bei feinen Filamentgarnen (Seide, Viskose, Polyester).
Gewichte reichen von 80 g/m² (Krawattenseide) bis 400 g/m² (Möbelbezug). Verwendung: Krawatten, Foulards, Blusen, Westenrückenteile, Bettwäsche (Damast), Mantelfutter, Möbelbezüge. Für Bekleidung wird Jacquard oft zur dezenten Musterung (Ton-in-Ton) oder als Statement-Textil eingesetzt. Der Jacquard-Mechanismus gilt als Vorläufer der Computer-Lochkarten.
Eigenschaften
| Bindungsart | Kombiniert (Atlas/Köper/Leinwand) |
|---|---|
| Fadendichte | 60-140 Fäden/cm |
| Griff | Strukturiert, edel, oft glänzend |
| Verwendung | Krawatten, Westen, Bettwäsche, Möbel |
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Quellen & Referenzen
2- Wikipedia: Jacquard-Webstuhl Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://de.wikipedia.org/wiki/Jacquardwebstuhl
- Textile Institute textileinstitute.org https://www.textileinstitute.org/