Kettfaden
Auch bekannt als: Kette, Warp
Der in Längsrichtung des Gewebes verlaufende Faden; wird auf dem Webstuhl unter Spannung parallel gehalten.
Beschreibung
Der Kettfaden (auch Kette, engl. warp) ist die längslaufende Fadenschar eines Gewebes. Er wird vor dem Webprozess als sogenannter Kettbaum in parallelen, gespannten Bahnen auf den Webstuhl aufgebäumt. Über Schäfte und Litzen werden die Kettfäden in ein Fach gehoben oder gesenkt, in das der Schussfaden eingetragen wird.
Weil Kettfäden während des Webens ständig hoher Zug- und Reibungsbelastung ausgesetzt sind, müssen sie besonders reißfest und glatt sein. Häufig werden sie geschlichtet (mit Stärke, PVA oder Wachs beschichtet), um sie zu verstärken; nach dem Weben wird die Schlichte wieder entfernt (Entschlichtung). Kettgarne sind meist gezwirnt oder haben höhere Fadendrehung als Schussgarne.
- Kettdichte = Kettfäden pro cm (Kette/cm)
- Kettrichtung entspricht der Laufrichtung (Fadenlauf) bei Zuschnitt
- Bei Ripstop, Denim, Twill, Popeline etc. bestimmt Kettgarn maßgeblich Reißfestigkeit und Griff
Eigenschaften
| Laufrichtung | Längsrichtung des Gewebes |
|---|---|
| Belastung | Hohe Zug- und Reibkräfte |
| Vorbehandlung | Schlichten mit Stärke/PVA/Wachs |
| Kennzeichnung | Bestimmt Fadenlauf beim Zuschnitt |
| Dichteangabe | Kette/cm (z. B. 60/cm) |
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Quellen & Referenzen
1- Wikipedia: Warp and weft Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://en.wikipedia.org/wiki/Warp_and_weft