Moiré
Auch bekannt als: Moiréstoff, Wasserseide
Ripsgewebe mit welligem, wasserartigem Musterreflex, erzeugt durch Kalandrieren zweier Stofflagen unter Druck.
Beschreibung
Moiré ist eine Oberflächenveredelung eines Ripsgewebes: Zwei Stofflagen mit ausgeprägten Querrippen werden übereinandergelegt, leicht gegeneinander verschoben und unter Druck durch einen erhitzten Kalander geführt. Die dabei zerdrückten Rippen reflektieren das Licht in wechselnder Richtung, so dass das charakteristische wolkig-wellige Muster (wie Wasserfläche oder Holzmaserung) entsteht. Man unterscheidet echtes Moiré (mechanisch fixiert und irreversibel) und falsches Moiré (durch Gravierwalzen aufgeprägt, weniger dauerhaft).
Fasern klassisch Seide (Silk Moire), heute überwiegend Viskose oder Polyester-Filament; auch Halbseide. Grammaturen 80-200 g/m². Der Ripscharakter (Querrippen) bleibt vollständig erhalten; der Moiré-Effekt entsteht rein optisch durch die Lichtreflexion.
Verwendung: Ordensbänder (heraldische Moiré-Bänder), festliche Krawatten, Abendmode, Blusen und Westen, historische Kostüme, Hochzeitsschleifen und Möbelbezüge. In den Uniformen von Diplomaten und Ordensrittern ist Moiré-Rip Standard.
Eigenschaften
| Bindungsart | Rips + Moiré-Kalander |
|---|---|
| Typische Fasern | Seide, Viskose, Polyester |
| Grammatur | 80-200 g/m² |
| Verwendung | Ordensbänder, Krawatten, Kleider, Westen |
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Quellen & Referenzen
2- Wikipedia: Moiré Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://de.wikipedia.org/wiki/Moiré
- Textile Institute textileinstitute.org https://www.textileinstitute.org/