Antipilling
Auch bekannt als: Pillingfrei
Ausrüstung oder Konstruktion, welche die Bildung von Knötchen (Pills) auf der Textiloberfläche verhindert.
Beschreibung
Antipilling bezeichnet Maßnahmen gegen die Entstehung von Faserkügelchen (Pills), die durch Reibung und lose Faserenden entstehen. Bewertet wird nach ISO 12945-1 (Pilling-Box), ISO 12945-2 (Martindale) oder ASTM D3512 (Random-Tumble) mit Noten 1 (starkes Pilling) bis 5 (kein Pilling). Zielwert Handel: mindestens Note 4 nach 2.000 Reibzyklen.
Konstruktive Maßnahmen: höhere Garndrehung, kämmen statt kardieren, höhere Gewebedichte, Filamentgarne statt Stapelfaser. Chemische Ausrüstung: Enzym-Behandlung (Cellulase auf Baumwolle) löst lose Faserenden ab; Silikon- oder Acrylat-Coatings binden Faserenden ein.
Empfindliche Fasern sind Wolle, Baumwolle, PES-Stapelfaser (v.a. Fleece). Alterung: Antipilling-Effekt lässt nach 20-50 Waschgängen nach; Enzym-Behandlung ist dauerhaft, chemische Beschichtungen waschen sich aus. Fleece mit Anti-Pill-Ausrüstung erreicht Note 4-5 nach EN ISO 12945-2 dauerhaft.
Eigenschaften
| Prüfnorm | ISO 12945-1/-2, ASTM D3512 |
|---|---|
| Typische Werte | Note 4-5 nach 2.000 Zyklen |
| Anwendung | Fleece, Pullover, Strick |
Passende Produktkategorien
Quellen & Referenzen
2- Wikipedia: Pilling Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://en.wikipedia.org/wiki/Pill_(textile)
- OEKO-TEX OEKO-TEX Association https://www.oeko-tex.com/