Wasserdicht
Auch bekannt als: Regendicht
Textilaufbau, der dem statischen Druck einer Wassersäule über 1.500 mm standhält.
Beschreibung
Wasserdicht ist normativ nicht klar definiert; in Europa gilt ein Gewebe umgangssprachlich ab ca. 1.500 mm Wassersäule (ISO 811) als wasserdicht; die Norm selbst definiert keinen Grenzwert. Praxisrelevante Klassen: 1.500 mm = regensicher, 5.000 mm = starker Regen, 10.000 mm = sturmfest, 20.000+ mm = extrem.
Wasserdichtigkeit hängt von mehreren Faktoren ab: Membran/Coating-Auftragsgewicht, Gewebedichte, DWR-Effekt der Außenseite (verhindert Wetting-Out), Nahtdichtung (getapte Nähte nach ISO 811 Modul B) und Reißverschlussabdeckung. Ein Gewebe mit 20.000 mm Wassersäule kann durch defekte Naht unter 1.000 mm fallen.
Alterung: Waschmittelrückstände, Abrieb an belasteten Zonen (Schulter, Rucksack-Reibung), Falten-Bruch-Linien, UV-Abbau. Nachimprägnierung mit DWR (PFC-frei nach EU-REACH) verlängert die Lebensdauer. Für PSA-Regen: EN 343 Klasse 3-4 fordert Widerstand vor und nach Vorbehandlung (Waschen, Abrieb).
Eigenschaften
| Prüfnorm | EN 20811 / ISO 811, EN 343 |
|---|---|
| Typische Werte | > 1.500 mm (EU), > 4.000 mm (CH) |
| Anwendung | Regenjacken, Zelte, Arbeitsschutz |
Passende Produktkategorien
Quellen & Referenzen
2- Wikipedia: Waterproof fabric Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://en.wikipedia.org/wiki/Waterproof_fabric
- ISO 811 ISO — International Organization for Standardization https://www.iso.org/standard/76439.html