Wassersäule
Auch bekannt als: Hydrostatischer Druck, WS
Messgröße für die Wasserdichtigkeit eines Textils; ausgedrückt in mm Wassersäule.
Beschreibung
Die Wassersäule wird nach EN 20811 / ISO 811 gemessen: eine 100 cm2 große Probe wird mit steigendem Wasserdruck belastet (10 mbar/min bzw. 60 mbar/min), bis an drei Stellen Wasser durchtritt. Der Druck in mm Wassersäule zum Durchbruchszeitpunkt ist die Kennzahl.
Klassen: unter 800 mm = tropfsicher, ab 1.500 mm = regensicher (EU-Definition wasserdicht), ab 4.000 mm = Schweizer Norm wasserdicht, 5.000 mm = starker Regen, 10.000 mm = sturmfest (mit Rucksack-Druck), 20.000 mm = extremer Wetterschutz. Für Bekleidung nach EN 343 Klasse 3: >= 8.000 mm nach Vorbehandlung.
Wichtig: gemessen wird die reine Materialkennzahl, nicht das System aus Naht und Zip. Alterung durch Waschen, Abrieb, Falten reduziert die Wassersäule erheblich (typisch 30-50 % nach 50 Waschzyklen). Nur PU/PE-Coatings und Membranen liefern > 10.000 mm dauerhaft; günstige AC-Coatings verlieren rasch.
Eigenschaften
| Prüfnorm | EN 20811 / ISO 811 |
|---|---|
| Typische Werte | 1.500 mm regensicher, 10.000 mm sturmfest |
| Anwendung | Regen-, Ski-, Arbeitsjacken |
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Quellen & Referenzen
2- Wikipedia: Hydrostatic head Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://en.wikipedia.org/wiki/Hydrostatic_head
- ISO 811 ISO — International Organization for Standardization https://www.iso.org/standard/76439.html