Loopwheel-Jersey (Tsuriami-Rundstrick)
Auch bekannt als: Loopwheeler, Hängerundstrick, Tsuriami-ki
Auf altertümlichen, sehr langsam laufenden Rundstrickmaschinen gefertigter Jersey mit spannungsfreier Masche — besonders weich und formstabil.
Beschreibung
Loopwheel-Jersey wird auf sogenannten Hängerundstrickmaschinen (japanisch tsuriami-ki) hergestellt – einer Konstruktion aus dem späten 19. / frühen 20. Jahrhundert (in Europa entwickelt, ab ca. 1900 nach Japan importiert), bei der das Garn ohne Zug allein durch Schwerkraft in die Nadeln fällt. Die Maschinen laufen mit nur rund einer Umdrehung pro Minute und produzieren daher etwa 1 m Stoff pro Stunde – verglichen mit rund 30 m/h moderner Hochleistungs-Rundstricker also < 5 % der Geschwindigkeit. Weltweit sind nach heutiger Zählung nur noch etwa 200 arbeitsfähige Loopwheel-Maschinen im Einsatz, davon der Großteil im japanischen Wakayama.
Der Vorteil: Die Maschen liegen spannungsfrei nebeneinander, die Faser wird nicht verzogen. Ergebnis ist ein extrem weicher, dichter, lang haltbarer Sweat- oder Loopback-Jersey, der nach dem Waschen kaum einläuft, sich weich anschmiegt und mit den Jahren nicht auslaugt. Bekannte Marken: Loopwheeler (JP), Merz b. Schwanen (DE, seit 1911 mit historischer Maschinenfamilie). Anwendung: Premium-Sweatshirts, Henleys, T-Shirts, Hoodies im gehobenen Preissegment.
- Produktionsgeschwindigkeit: ca. 1 m/h (~30× langsamer)
- Weltbestand: ca. 200 Maschinen
- Vorteil: spannungsfreie Masche, hohe Formstabilität
- Anwendung: Premium-Sweat und -Jersey
Eigenschaften
| Maschinenprinzip | Hänge-Rundstrick (Schwerkraft-Zufuhr) |
|---|---|
| Produktionsgeschwindigkeit | ca. 1 m/h |
| Weltbestand Maschinen | ca. 200 |
| Herkunft | Japan (Wakayama), Deutschland (Albstadt) |
| Bekannte Marken | Loopwheeler, Merz b. Schwanen |
| Anwendung | Premium-Sweat, Henleys, T-Shirts |
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Quellen & Referenzen
1- Wikipedia: Circular knitting Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://en.wikipedia.org/wiki/Circular_knitting