Raschelware
Auch bekannt als: Raschelgewirk, Raschel-Warp-Knit
Kettengewirk auf Raschelmaschinen mit Zungennadeln — geeignet für Spitzen, Netze und dickere Stoffe.
Beschreibung
Raschelware ist eine Form des Kettengewirks, die auf Raschelmaschinen mit Zungennadeln (im Gegensatz zu den Spitznadeln der Tricotmaschinen) hergestellt wird. Dadurch lassen sich gröbere und komplexere Strukturen realisieren als auf Tricot. Feinheiten reichen von 5 bis 32 gauge; die Maschine kann bis zu 78 Legeschienen haben, was extreme Musterungsvielfalt erlaubt.
Typische Erzeugnisse: Spitzen, Wäschespitze, Netzstoffe, Fischernetze, Vitragen, Faltenrollos, Cardigan-Strick, Fake Fur, Mesh-Trikots und Sherpa-Fleece. Flächengewichte reichen von 40 g/m² (feine Spitze) bis über 500 g/m² (Faux Fur, Möbelbezug). Materialien: Polyamid, Polyester, Baumwolle, Viskose, Elasthan.
Vorteil gegenüber Tricot: höhere Musterfreiheit, gröbere Strukturen, offene Netzbindungen. Nachteil: geringere Produktionsgeschwindigkeit. Marken wie Karl Mayer oder Liba dominieren den Maschinenmarkt. Pflege je nach Material und Bindung, meist 30 °C Schongang, kein Trockner bei feiner Spitze.
Eigenschaften
| Nadeltyp | Zungennadeln, bis 78 Legeschienen |
|---|---|
| Flächengewicht (typ.) | 40-500+ g/m² |
| Struktur | Grob bis fein, netzfähig |
| Anwendung | Spitze, Netz, Fake Fur, Sherpa |
Passende Produktkategorien
Quellen & Referenzen
2- Wikipedia: Raschel knitting Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://en.wikipedia.org/wiki/Raschel_knitting
- Wikipedia: Warp knitting Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://en.wikipedia.org/wiki/Warp_knitting