Velour
Auch bekannt als: Nickistoff, Nicki
Gestrickte oder gewirkte Florware mit kurzem, aufgeschnittenem oder gerauhtem Flor — weich und dehnbar.
Beschreibung
Velour ist im engeren Sinn eine Maschenware mit Florcharakter, im Unterschied zum gewebten Samt. Als Grundkonstruktion dient meist ein Plüsch-Rundstrick oder eine Kettenwirkware auf Raschelmaschinen, deren Polschlingen anschließend aufgeschnitten und geschoren werden. Alternativ entsteht Velour durch beidseitiges Rauhen und Scheren eines Rundstricks — dann ist es funktional dem French Terry ähnlich, hat aber Florcharakter.
Florhöhen 1-3 mm, Flächengewichte 200-350 g/m². Materialbasis meist Baumwolle mit Polyester- oder Elasthan-Beimischung; hochwertige Velours nutzen Modal oder Viskose für zusätzlichen Glanz. Der Griff ist samtig, weich und dehnbar zugleich — dadurch ist Velour die typische Wahl für Trainingsanzüge, Loungewear, Bademäntel und Kinderkleidung, wo Komfort und Optik kombiniert sein sollen.
Pflege: 30-40 °C, ohne Weichspüler, Trockner niedrig; Bügeln nur auf der Rückseite, sonst wird der Flor plattgedrückt. Nachteil: an Reibestellen wird der Flor matt oder verfilzt. Modisch war Velour besonders in den 1970ern und Anfang der 2000er stark verbreitet (Juicy Couture Trainingsanzüge); seit ca. 2020 wieder zurück im Trend.
Eigenschaften
| Materialbasis | Baumwolle, Modal, Viskose ± Elasthan |
|---|---|
| Flächengewicht (typ.) | 200-350 g/m² |
| Griff | Samtig, weich, dehnbar |
| Anwendung | Trainingsanzüge, Loungewear, Bademäntel |
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Quellen & Referenzen
2- Wikipedia: Velour Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://en.wikipedia.org/wiki/Velour
- Textile Exchange Textile Exchange https://textileexchange.org/