Anti-Pilling-Ausrüstung
Auch bekannt als: Anti-Pill-Finish, Enzymatische Anti-Pilling
Chemische, enzymatische oder mechanische Behandlung, welche die Bildung von Faserknötchen (Pills) an der Warenoberfläche verhindert oder verzögert.
Beschreibung
Pilling entsteht, wenn abstehende Faserenden durch Reibung im Tragebetrieb miteinander verfilzen und kleine Knötchen bilden, die an der Warenoberfläche haften. Besonders anfällig sind kurzstapelige Baumwolle, Wolle und Baumwoll-Polyester-Mischungen. Anti-Pilling-Ausrüstungen greifen an mehreren Stellen an.
Enzymatisch: Cellulase-Enzyme (bei Cellulose) oder Protease-Enzyme (bei Wolle) hydrolysieren abstehende Faserenden bereits im Finishing-Bad und entfernen sie, bevor sie zu Pills werden können. Chemisch: Silikone, Polyurethane oder Polyacrylate legen einen glatten Film um die Faser, der Reibungswiderstand reduziert. Mechanisch: durch mehrfaches Rauen und Scheren mit finalem Anti-Pill-Waschgang.
Die Pilling-Neigung wird nach ISO 12945 (Martindale-Pilling-Test) in Noten 5 (kein Pilling) bis 1 (sehr starkes Pilling) bewertet. Anti-Pilling-Fleece und -Sweat erreichen dauerhaft Note 4-5 auch nach 50 Wäschen und werden für hochwertige Fleecejacken, Corporate-Sweat und Berufskleidung eingesetzt.
Eigenschaften
| Verfahren | Enzym, Silikonfilm oder mechanisch |
|---|---|
| Echtheit | ISO 12945 Note 4-5 auch nach 50 Wäschen |
| Anwendung | Fleece, Sweat, Corporate-Wear |
| Haltbarkeit | Sehr gut bei Enzym-Behandlung (permanent) |
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Quellen & Referenzen
1- Wikipedia: Cellulase Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://de.wikipedia.org/wiki/Cellulase