Brennschere / Brenntest
Auch bekannt als: Brennprobe, Faser-Brenntest, Brennverhalten
Schnelltest zur Faseridentifikation, bei dem eine kleine Garnprobe an einer Flamme (Feuerzeug, Bunsenbrenner, Brennschere) entzündet und Verhalten, Geruch und Rückstand analysiert werden.
Beschreibung
Der Brenntest (offiziell Brennprobe) ist die klassische Vorprobe zur Faseridentifikation in Wareneingangskontrolle und Textillabor. Ein einzelner Faden oder eine kleine Stoffprobe wird mit einer Pinzette in eine ruhige Flamme — Feuerzeug, Bunsenbrenner oder Laborbrennschere — gehalten. Beurteilt werden Flammenbild, Rauch, Geruch der Verbrennungsgase und die Beschaffenheit des Rückstands.
Naturfasern wie Baumwolle oder Wolle brennen zügig mit einem charakteristischen Geruch (verbranntes Papier bzw. verbranntes Horn) und hinterlassen leichte Asche. Polyester und Polyamid schmelzen zu harten, glänzenden Kügelchen und riechen süßlich bzw. hornartig. Der Brenntest ersetzt keine exakte Faseranalyse per Mikroskopie oder FTIR, ist aber im Musteralltag und im Reklamationsfall extrem hilfreich.
- Baumwolle/Viskose: zügige Flamme, Papiergeruch, weiche graue Asche
- Wolle/Seide: langsame Flamme, Horngeruch, brüchige schwarze Kugel
- Polyester: schmilzt, tropft, süßlicher Geruch, harte Perle
- Polyamid: blau-gelbe Flamme, Horngeruch, glasige Perle
Eigenschaften
| Zweck | Faseridentifikation, Wareneingangs-Vortest |
|---|---|
| Werkzeug | Feuerzeug, Bunsenbrenner, Brennschere |
| Beurteilung | Flamme, Rauch, Geruch, Rückstand |
| Grenze | Nur Vorprobe — Mischgewebe schwer identifizierbar |
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Quellen & Referenzen
1- Wikipedia: Brennprobe (DE) Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://de.wikipedia.org/wiki/Brennprobe