Discharge-Druck (Ätzdruck)
Auch bekannt als: Ätzdruck, Discharge Printing, Reservedruck
Textildruck-Technik, bei der die vorhandene Färbung chemisch weggeätzt und optional durch neue Farbe ersetzt wird — Ergebnis: superweiche Prints ohne Aufliegen.
Beschreibung
Beim Discharge-Druck (auch Ätzdruck) wird ein bereits gefärbter Stoff mit einer Ätzpaste bedruckt, die den vorhandenen Farbstoff chemisch zerstört. Als Reduktionsmittel dient klassisch Natriumhydrogensulfit oder Formaldehyd-Sulfoxylat (Rongalit), das durch Dampf oder Trockenwärme aktiviert wird — die vorhandene Färbung verschwindet und hinterlässt entweder den weißen Grundstoff oder eine im gleichen Zug eingebrachte, ätzbeständige Illuminierungsfarbe.
Der optische Effekt ist unerreicht: Prints wirken, als wären sie Teil des Gewebes, weil kein Ink-Film auf der Faser sitzt. Der Griff ist praktisch identisch mit dem unbedruckten Stoff — deshalb ist Discharge der Goldstandard für hochwertige T-Shirts, Vintage-Looks und weiche, dunkle Streetwear. Voraussetzung: reaktiv oder mit ätzbaren Farbstoffen gefärbte Baumwolle; auf Polyester funktioniert die Technik nicht.
- Chemisches „Wegätzen“ der vorhandenen Färbung
- Superweicher Griff, keine spürbare Farbschicht
- Nur auf reaktiv/ätzbar gefärbter Baumwolle möglich
- Klassisch bei Premium-T-Shirts, Streetwear, Vintage-Look
Eigenschaften
| Verfahren | Chemisches Ätzen bereits gefärbter Ware |
|---|---|
| Reduktionsmittel | Natriumhydrogensulfit, Rongalit (Zinc-/Na-Sulfoxylat) |
| Substrat | Reaktiv gefärbte Baumwolle (auf Polyester nicht möglich) |
| Griff | Praktisch identisch mit unbedrucktem Stoff |
| Anwendung | Premium-T-Shirts, Streetwear, Vintage-Prints |
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Quellen & Referenzen
2- Wikipedia: Discharge printing Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://en.wikipedia.org/wiki/Discharge_printing
- ScreenPrinting.com: When To Use Discharge Ink screenprinting.com https://www.screenprinting.com/blogs/news/when-to-use-discharge-ink-and-when-not-to