Textile Galvanik (elektrolytische Metallisierung)
Auch bekannt als: Galvanisierung Textil, Elektrolytische Metallisierung, Metallisieren von Fasern
Elektrolytisches Aufbringen einer dünnen Metallschicht (Silber, Kupfer, Nickel) auf leitfähig vorbehandelte Textilien.
Beschreibung
Bei der textilen Galvanik wird ein Gewebe, Vlies oder Garn zunächst chemisch mit einer dünnen Kupfer- oder Silberschicht "metallisiert", um es leitfähig zu machen. Anschließend hängt man die Ware als Kathode in ein Elektrolytbad mit dem gewünschten Zielmetall (Silber, Kupfer, Nickel, seltener Gold) und lässt per Gleichstrom weitere Metallionen abscheiden. Das Verfahren geht auf die klassische Elektroplattierung (Brugnatelli, 1805) zurück.
Textilgalvanik wird eingesetzt für EMV-Abschirmgewebe, medizinische antimikrobielle Wäsche (Silberionen), leitfähige Bahnen für Smart-Textiles (Sensorik, Heizfäden) und dekorative Effekte (Metallic-Kleider). Anders als Aluminiumbedampfung entsteht eine massive, mechanisch belastbare Metallschicht, die sich sogar polieren lässt.
- Schichtdicken meist 0,1-2 um, gezielt einstellbar
- Nachhaltigkeitsproblem: Abwässer mit Schwermetallen — geschlossene Kreisläufe nötig
- Silberbeschichtete Wäsche muss REACH- und OEKO-TEX-konform sein
- Waschbeständigkeit deutlich besser als bei Sprüh- oder Bedampfungsverfahren
Eigenschaften
| Verfahren | Chemische Vorbeschichtung + elektrolytisches Bad |
|---|---|
| Zielmetalle | Silber, Kupfer, Nickel, teils Gold |
| Anwendung | EMV-Abschirmung, antimikrobielle Wäsche, Smart Textiles, Metallic-Mode |
| Pflege | Laut Herstellerlabel — meist 30 °C, ohne aggressive Bleichmittel |
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Quellen & Referenzen
2- Wikipedia: Electroplating Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://en.wikipedia.org/wiki/Electroplating
- Hohenstein Institut Silber im Textil hohenstein.de https://www.hohenstein.de/