Indigofärbung
Auch bekannt als: Indigo-Färbung, Rope Dyeing, Slasher Dyeing
Klassische Küpenfärbung mit dem Farbstoff Indigo, bei der das Garn wiederholt in reduzierte Küpen getaucht und an der Luft oxidiert wird — Grundlage jedes Denim.
Beschreibung
Die Indigofärbung ist der Prototyp der Küpenfärbung und wird seit über 6000 Jahren praktiziert — Reste von indigogefärbter Baumwolle wurden in Huaca Prieta (Peru) nachgewiesen. Der Farbstoff wurde ursprünglich aus Indigofera tinctoria (Tropen) und Isatis tinctoria (Waid, Europa) gewonnen und wird seit 1897 synthetisch von BASF hergestellt. 2011 verbrauchte allein die Denim-Industrie über 95 Prozent der jährlichen Weltproduktion von rund 50.000 Tonnen.
Bei der industriellen Indigofärbung wird die Kettschar (Rope Dyeing) oder das flache Warenband (Slasher Dyeing) mehrfach durch reduzierte Indigo-Küpen (Natriumdithionit, Natronlauge) gezogen. Zwischen jedem Tauchgang oxidiert der Farbstoff an der Luft und entwickelt seine tiefblaue Farbe. Übliche sind 6-8 Dip-and-Sky-Zyklen für die typische Denim-Farbtiefe.
Charakteristisch ist die Ringfärbung: Indigo dringt nicht komplett in die Baumwollfaser ein, sondern lagert sich nur in den äußeren Schichten ab. Dadurch entstehen beim späteren Verwaschen die typischen Whisker-, Honey-Comb- und Fade-Effekte. Bei Denim ist nur die Kette indigogefärbt, der Schuss bleibt weiß — daher die Innenseite des Jeans in Weiß.
Eigenschaften
| Verfahren | Rope Dyeing oder Slasher Dyeing, 6-8 Zyklen |
|---|---|
| Herkunft | Indigofera tinctoria oder synthetisch (BASF, 1897) |
| Optik | Ringfärbung, typische Fade-Effekte |
| Anwendung | Denim, Chambray, Jeansstoffe |
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Quellen & Referenzen
1- Wikipedia: Indigo Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://de.wikipedia.org/wiki/Indigo