Kalandrieren
Auch bekannt als: Kalandern, Glätten, Chintzen
Mechanische Ausrüstung, bei der die Ware zwischen beheizten, polierten Walzen unter Druck geglättet wird — verleiht Glanz, Griff und Volumenkontrolle.
Beschreibung
Der Kalander besteht aus mehreren aufeinander angeordneten, beheizten und polierten Walzen (I-, L-, F- oder Z-Anordnung), zwischen denen die Textilware unter Druck und Wärme hindurchgezogen wird. Je nach Walzentyp — glatt, geprägt oder in Härte-Kombination Stahl/Baumwolle — entstehen unterschiedliche Effekte.
Klassische Kalander-Effekte sind: Glätten (glatte Oberfläche, gleichmäßige Dicke), Chintzen (extremer Glanz durch heißen, hochpolierten Stahlzylinder auf Baumwolle), Prägen (Rautenmuster, Ledernarbe, Wabenstruktur), Moirieren (Moiré-Wolkenmuster durch Doubling) und Friktionieren (Hochglanz-Chintz mit unterschiedlicher Walzengeschwindigkeit).
In der Textilindustrie wird auch die Warenbreite und Dicke präzise auf Sollmaße reduziert. Für Screenprinting-Siebgewebe kann Kalandrieren die Fadendicke um 5-50 Prozent reduzieren. Ingenieurstechnisch anspruchsvoll: extrem präzise Walzenspalte (Mikrometer-Toleranz) müssen bei maximaler Warenbreite, minimaler Walzenmasse und hohem Druck gleichzeitig eingehalten werden.
Eigenschaften
| Verfahren | Beheizte polierte Walzen unter Druck |
|---|---|
| Optik | Glatt, glänzend oder geprägt |
| Anwendung | Chintz, Moiré, Prägen, Dickenkontrolle |
| Temperatur | 80-200 °C je nach Faser |
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Quellen & Referenzen
1- Wikipedia: Kalander Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://de.wikipedia.org/wiki/Kalander