Küpenfärbung
Auch bekannt als: Küpenverfahren, Vat Dyeing
Zwei-Stufen-Färbung mit wasserunlöslichen Farbstoffen, die im alkalischen Reduktionsbad löslich werden und nach Oxidation an der Faser wieder ausfallen.
Beschreibung
Die Küpenfärbung nutzt wasserunlösliche Farbstoffe mit chinoider Struktur (Indigoide, Anthrachinon-, Naphthalin- und Perylen-Derivate). Im ersten Schritt werden die Farbstoffe mit Natriumdithionit unter alkalischen Bedingungen (Natronlauge, pH 12-13) zur wasserlöslichen Leukoform reduziert. In dieser Form dringt der Farbstoff in die Faser ein.
Der zweite Schritt ist die Oxidation an der Luft oder mit Wasserstoffperoxid, wodurch der ursprüngliche Farbstoff im Faserinneren wieder ausfällt und dort mechanisch eingeschlossen bleibt. Die Bindung ist rein physikalisch, dennoch erreichen Küpenfarbstoffe hervorragende Licht- und Waschechtheit.
Klassische Küpenfarbstoffe sind Indigo (Denim), Indanthren (BASF, seit 1901) und Thioindigo. Das Verfahren ist chemisch anspruchsvoll und teuer, wird aber für Corporate-Wear und Denim-Textilien wegen der einzigartigen Farbtiefe und Beständigkeit eingesetzt.
Eigenschaften
| Chemie | Reduktion mit Dithionit, Reoxidation |
|---|---|
| Fasereignung | Baumwolle, Viskose, Leinen |
| Echtheit | Licht- und Waschechtheit hervorragend |
| Anwendung | Denim, Corporate-Wear, Workwear |
| Kosten | Höher als Reaktivfärbung |
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Quellen & Referenzen
1- Wikipedia: Küpenfarbstoff Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCpenfarbstoff