Pigmentdruck im Detail
Auch bekannt als: Pigmentdruck, Bindemitteldruck, Pigmentprint
Textildruck-Verfahren, bei dem wasserunlösliche Farbpigmente mit einem Polymerbinder auf die Faser aufgeklebt werden — einfach, universell, ohne Nachwäsche.
Beschreibung
Der Pigmentdruck ist mengenmäßig das weltweit dominierende Textildruck-Verfahren (rund 50 % aller bedruckten Textilien). Anders als bei Reaktiv- oder Säurefarbstoffen verbindet sich das Farbmittel nicht chemisch mit der Faser, sondern wird als feiner Pigment-Feststoff durch einen Kunstharzbinder (meist Acrylat- oder Polyurethanbasis) an der Oberfläche verklebt. Nach Trocknung wird der Binder bei 140-160 °C ausgehärtet.
Vorteile: das Verfahren funktioniert auf allen Faserarten (Baumwolle, PES, Mischgewebe, Viskose), erspart die Nachwäsche und ist ressourcenarm. Nachteile: bei hoher Farbdeckung fühlt sich der Druck etwas steifer an und die Reibechtheit ist geringer als bei Reaktivdruck. Moderne, weiche Binder und Digital-Pigmentdruck verringern diese Nachteile deutlich.
- Bindersysteme: selbstvernetzende Acrylate, PU, Silikon
- Fixierung: Kondensieren bei 140-160 °C, 3-5 min
- Vorteil: keine Nachwäsche, alle Fasern
- Nachteil: härterer Griff, geringere Reibechtheit
Eigenschaften
| Farbmittel | Wasserunlösliche Pigmente + Polymerbinder |
|---|---|
| Fixierung | Kondensieren 140-160 C, 3-5 min |
| Fasereignung | Universell: BW, PES, Misch, VI, WO |
| Wasserverbrauch | Sehr niedrig (keine Nachwäsche) |
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Quellen & Referenzen
2- Wikipedia: Textildruck Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://de.wikipedia.org/wiki/Textildruck
- BASF Textile Print Solutions basf.com https://www.basf.com/global/en/who-we-are/organization/business-segments/industrial-solutions.html