Scheren
Auch bekannt als: Textilscheren, Shearing, Cropping
Mechanisches Kürzen abstehender Faserenden auf einheitliche Höhe mit einer rotierenden Spiralklinge — sorgt für glatte, präzise Oberfläche bei Samt, Fleece und Wollstoffen.
Beschreibung
Das mechanische Scheren wird in der Textilausrüstung nach dem Rauen oder direkt auf glatte Ware angewendet. Die Schermaschine arbeitet nach dem Rasenmäher-Prinzip: eine schräg gestellte Spiralklinge rotiert mit hoher Geschwindigkeit über einer feststehenden Grundplatte (Ledger Blade). Alle Fasern, die über eine definierte Höhe hinausragen, werden präzise abgeschnitten.
Historisch waren Scherer (Shearmen) hochspezialisierte Handwerker, die englische Woll-Broadcloths mit Karden und riesigen Handscheren verfeinerten — für die "Dry Shearing" seidiger Wollstoffe brauchten zwei Scherer zwei Wochen für drei Broadcloths. Moderne Maschinen erledigen die gleiche Menge in Minuten.
Neben der ästhetischen Vereinheitlichung entfernt das Scheren Nissen (Faserknoten), abstehende Enden und Pillbildungen. Auf Samt und Velvet wird die exakte Pol-Höhe (typisch 1-3 mm) durch das Scheren definiert. Kombiniert mit graviertem Prägen (Sculptured Effect) erzeugt es geprägte Muster in Samtstoffen.
Eigenschaften
| Verfahren | Rotierende Spiralklinge über Ledger Blade |
|---|---|
| Anwendung | Fleece, Samt, Wollstoffe, Molton |
| Optik | Einheitlicher Flor, glatte Oberfläche |
| Wirkung | Entfernt Nissen und Pilling-Vorstufen |
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Quellen & Referenzen
1- Wikipedia: Shearing (textiles) Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://en.wikipedia.org/wiki/Shearing_(textiles)