Silikon-Beschichtung
Auch bekannt als: Silikon-Coating, Silnylon, silikonisiertes Gewebe
Auf Textilien aufgetragene oder eingelegte Silikonschicht — extrem UV- und temperaturstabil, langlebiger als PU, aber teurer und schwerer verklebbar.
Beschreibung
Bei einer Silikon-Beschichtung wird ein textiler Träger — häufig leichtes Ripstop-Nylon (dann als Silnylon bezeichnet) oder Ripstop-Polyester — beid- oder einseitig mit Silikonelastomer versehen. Anders als PU-Coatings wird Silikon in die Faserstruktur eingedrückt und bildet einen sehr dünnen, elastischen und wasserdichten Verbund. Silikon ist beständig gegen Wasser, Ozon, Sauerstoff und UV-Licht und arbeitet zuverlässig zwischen etwa -100 und +250 °C.
Silikonbeschichtete Textilien werden vor allem für Ultralight-Zelte, Tarps, Fallschirme, Airbags, Feuerwehr-Ausrüstung und Regenschirme eingesetzt, wo geringes Gewicht und lange Haltbarkeit wichtiger sind als Herstellungskosten. Nachteile: Silikon lässt sich nicht herkömmlich mit Nahtband verkleben — Nähte müssen mit speziellem Silikondichtmittel abgedichtet werden. Außerdem ist die Bedruckbarkeit stark eingeschränkt, und die Kosten liegen deutlich über PU. Für Bekleidung wird Silikon vor allem in Kombinationen mit Membranen und für hochwertige Kapuzen-, Schulter- und Belastungszonen verwendet.
- Trägertypisch: Silnylon (Ripstop-Nylon) oder silikonisiertes PES
- Temperaturbereich ca. -100 bis +250 °C
- Sehr UV- und alterungsstabil
- Nahtabdichtung nur mit Silikondichtmittel — kein Standard-Nahtband
Eigenschaften
| Prinzip | Elastomer wird in Faserstruktur eingedrückt |
|---|---|
| Temperaturbereich | ca. -100 bis +250 °C |
| Nahtabdichtung | Nur mit Silikondichtmittel, kein Standard-Nahtband |
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Quellen & Referenzen
2- Wikipedia: Silicone Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://en.wikipedia.org/wiki/Silicone
- Wikipedia: Coated fabrics Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://en.wikipedia.org/wiki/Coated_fabric