Thermofixierung (Heatsetting)
Auch bekannt als: Heatsetting, Hitzefixierung, Thermosetting, Wärmefixierung
Wärmebehandlung synthetischer Fasern (PES, PA) auf dem Spannrahmen — verhindert Schrumpf, stabilisiert Form und Textur dauerhaft.
Beschreibung
Bei der Thermofixierung werden thermoplastische Fasern wie Polyester (PES) oder Polyamid (PA) auf einem Spannrahmen (Stenter) unter kontrollierter Spannung erhitzt. Die Temperatur liegt zwischen der Glasübergangstemperatur und dem Schmelzpunkt der Faser: für Polyester typisch 180–210 °C (Schmelzpunkt 260 °C), für Polyamid 6 rund 170–190 °C.
In der Hitze lösen sich innere Spannungen in den amorphen Bereichen der Fasern, die Kristallinität nimmt zu und die Molekülketten ordnen sich neu. Beim Abkühlen "friert" die aktuelle Form ein. Dadurch werden Textilien maßhaltig, formstabil, knitterarm und verlieren ihre Neigung, in der Wäsche einzulaufen. Thermofixierung erfolgt meist zweimal: einmal vor der Färbung (Vorfixierung, um Färbeverzug zu verhindern) und einmal nach der Ausrüstung (Schlussfixierung). Ohne Thermofixierung würden PES-Gewebe bei 60 °C Wäsche 5–10 % schrumpfen.
- Temperatur: 180–210 °C für PES, 170–190 °C für PA
- Anlage: Spannrahmen mit Heißluftkammern
- Effekt: Formstabilität, Schrumpfschutz, Knitterarmut
- Erhöht die Kristallinität, senkt die Farbaufnahme leicht
Eigenschaften
| Faserbereich | Polyester, Polyamid, PBT (thermoplastisch) |
|---|---|
| Temperatur | 180–210 °C (PES), 170–190 °C (PA) |
| Anlage | Spannrahmen mit Heißluft |
| Effekt | Maßhaltig, formstabil, knitterarm |
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Quellen & Referenzen
2- Wikipedia: Heatsetting Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://en.wikipedia.org/wiki/Heatsetting
- Wikipedia: Thermofixieren Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://de.wikipedia.org/wiki/Thermofixieren