Tie-Dye
Auch bekannt als: Batik-Effekt, Bindebatik, Spiral-Färbung
Reservefärbung, bei der das Textil vor dem Färben abgebunden, gewickelt oder geknotet wird — die abgebundenen Stellen nehmen weniger Farbe an und ergeben typische Muster wie Spiralen und Mandalas.
Beschreibung
Tie-Dye ist eine der ältesten Reservefärbtechniken der Welt. Die frühesten chinesischen Beispiele stammen aus dem 5. bis 6. Jahrhundert (Nord-/Süd-Dynastien und beginnende Sui-Dynastie 581-618); in Peru sind Funde aus 500-810 n. Chr. belegt. In Japan wird die verwandte Technik Shibori seit dem 8. Jahrhundert praktiziert. Weltweite Popularität erlangte Tie-Dye in den späten 1960ern mit der Hippie-Bewegung — Ikonen wie Janis Joplin machten die psychedelische Optik zum Symbol der Gegenkultur.
Der Prozess: Das Textil (traditionell Baumwolle) wird vor dem Färben durch Wickeln, Falten, Knoten, Abbinden mit Gummibändern oder Nähen mit Reserve-Fäden in Bereiche eingeteilt, die entweder mehr oder weniger Farbe aufnehmen. Anschließend wird in einer oder mehreren Farbstofflösungen gefärbt (meist Reaktivfarbstoffe für Baumwolle). Nach dem Öffnen der Reserven zeigen sich die charakteristischen Muster.
Klassische Muster sind Spirale, Mandala, Streifen, Marmorierung und Bulls-Eye. Für Sommer-Fashion, Kinderkleidung, Festival-Wear und Öko-Kollektionen ist Tie-Dye seit den späten 2010ern wieder Mainstream. Auf Polyester funktioniert Tie-Dye nur mit Dispersionsfarbstoffen (Sublimationstransfer); die klassische Baumwoll-Reaktivfärbung ist die einfachste DIY-Variante.
Eigenschaften
| Verfahren | Reservetechnik durch Abbinden |
|---|---|
| Fasereignung | Baumwolle (Reaktivfarbe), Polyester (Sublimation) |
| Optik | Spirale, Mandala, Marmorierung |
| Anwendung | Sommermode, Festival-Wear, Kinderkleidung |
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Quellen & Referenzen
1- Wikipedia: Tie-dye Wikipedia — Freie Enzyklopädie https://en.wikipedia.org/wiki/Tie-dye